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Verschwenden Sie noch immer die Zeit Ihrer Kunden mit langweiligen und unwirksamen Präsentationen? Die meisten Präsentationen werden heute mit PowerPoint unterstützt. Der Umstand, dass von einer PowerPoint-Datei als „Präsentation“ gesprochen wird, legt beredtes Zeugnis von diesem Hype ab. |
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| Der Reiz des Neuen ist passé |
Doch der Hype erschöpft sich inzwischen merklich. Laptop, Beamer und wild bewegte Folieninhalte haben den Reiz des Neuen eingebüßt. Corporate Design (so vorhanden) und das Wissen über Kognitionsprozesse in Präsentationssituationen veranlassen mehr und mehr Unternehmen, sich Gedanken über die Ausgestaltung der Unternehmenspräsentation zu machen. |
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| Die Möglichkeiten werden nicht genutzt |
Kaum eine Marketingmaßnahme bietet diese enorme Wirkungsmöglichkeit und wird zugleich so stiefmütterlich behandelt wie eine Präsentation von Angesicht zu Angesicht. PowerPoint Slides sind häufig nicht mehr als eine textlastige Gehhilfe für den Vortragenden. Das Publikum springt zwischen Zuhören und Ablesen hin und her. Konzentration kann sich so nicht einstellen. Die Wirkung der Präsentation verpufft. |
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| Präsentationen haben im Marketing-Mix eine extrem wichtige Aufgabe |
Für Konzept und Gestaltung einer Basispräsentation, die beispielsweise zur grundsätzlichen Vorstellung des Unternehmens bei Neukontakten dient, sollten denn auch keine Kompromisse eingegangen werden. Es ist nicht recht nachvollziehbar, wieso für weitgehend anonym wirkende Medien wie die Imagebroschüre oder die Website große Budgets bereitgestellt werden, die Präsentation in Wort und Bild jedoch mehr oder weniger dem Zufall überlassen wird. Reduziert man die „normalen“ Medien auf ihre Marketingfunktion, so werden sie in den meisten Fällen (Dienstleister, B-to-B) die Tür zum Kunden nur einen kleinen Spalt weit öffnen. Eine gelungene Präsentation ist der Hebel, der die Tür dann weit aufstoßen muss. Hier zu sparen ist eindeutig fahrlässig. Dabei geht es aber nicht nur um Kosmetik, also eine dem Corporate Design entsprechende Gestaltung von PowerPoint Slides, sondern häufig auch um eine inhaltliche Neuausrichtung, orientiert am Markt. Hier spielt das Aufzeigen von Kundennutzen eine Rolle, das Erklären von internen Organisationsstrukturen dagegen keine. |
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Aber auch wenn es darum geht, eine individualisierte Präsentation zu erstellen, für die kein Texter und kein Grafiker bereitstehen, gilt es sich an einige Grundregeln zu halten. Haben wir alles vergessen, was wir in Schule und Ausbildung gelernt haben, wenn wir Sachverhalte logisch und überzeugend präsentieren wollen? Es scheint fast so, als sei mit dem Einzug der Software PowerPoint auf unseren Laptops der gesunde Menschenverstand vorzeitig in den Ruhestand getreten. Das Medium hat die Botschaft weitgehend ersetzt. Aber was ist damit gewonnen? Vorbereitungszeit ist wahrscheinlich das einzige. |
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| Einfache und uralte Methoden helfen |
Dabei helfen ganz einfache Methoden, die Wirkung von Präsentationen abzusichern. Dazu gehört beispielsweise – man lernt ja bekanntlich nicht für die Schule, sondern für das Leben – die Theorie des Dramas, wie sie in einer einfachen, aber bis heute in der Mehrzahl aller Geschichten verwendeten Form bereits in der Antike beschrieben wurde. Danach braucht jede Handlung erstens eine Einleitung, in der die handelnden Personen vorgestellt und ein räumlicher und zeitlicher Zusammenhang hergestellt werden; zweitens eine Komplikation (Steigerung); drittens einen Höhepunkt; viertens eine Verlangsamung, die die Spannung für – fünftens – den bevorstehenden Schluss (hoffentlich ein Happy End) aufbaut. |
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Visualisieren Sie mit Bildern,
nicht mit Text |
Darüber hinaus ist wissenschaftlich abgesichert, dass das gleichzeitige Lesen und Hören desselben Textes die Aufmerksamkeit und die Erinnerbarkeit verschlechtert. Das bedeutet nichts anderes, als dass es besser ist auf Folien zu verzichten, wenn diese denselben Inhalt haben wie der gesprochene Teil des Vortrags. Eine Verstärkung erzielt hingegen, wer dem gesprochenen Wort Bilder zur Seite stellt. So findet beim Publikum eine Anknüpfung bestimmter Inhalte an assoziierte Bilder statt. |
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| Fazit |
- Fangen Sie an, bei der Planung von Präsentationen Ihre gesammelten Inhalte aus Kundensicht zu betrachten: Wo lässt sich plausibel Kundennutzen aufzeigen.
- Lassen Sie alles aus Kundensicht Unwichtige weg, wie zum Beispiel die Erklärung interner Strukturen.
- Bauen Sie die Präsentation so auf, wie es Ihnen schon Ihr Deutschlehrer eingegepaukt hat: Einleitung, Hauptteil und Schluss.
- Binden Sie bei wichtigen Präsentationen einen Texter und einen Designer in die Vorbereitung mit ein.
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