Schon eine systematisierte Marktanalyse ist für einen kleineren Mittelständler ein finanziell nicht zu stemmendes Gewicht. So müssen wohl (und sind es auch) andere Faktoren zu der Entscheidung führen Zeit und Geld in ein adäquates Corporate Design zu investieren. Ob es am Ende wirklich eine Investition oder rausgeworfenes Geld war, scheint ebenso schwierig zu analysieren wie der Markt. Stimmt nicht!

Im Prinzip sind es die gleichen Faktoren, die einerseits die Entscheidung, sich neu zu präsentieren, und andererseits die postoperative Bewertung des Ergebnises beeinflussen. Im Idealfall, das heißt, wenn das Ergebnis gut ist, lassen sie sich einfach durch die Beseitigung der Verneinung gegenüberstellen: »Unser Corporate Design war nicht professionell« – »Unser Corporate Design ist professionell«. Weitere Begriffe können hier sein: inspirierend, identifikationsstiftend, alleinstellend, aufmerksamkeitsstark, anziehend, orientierend … Ordnet man diese Begriffe gedanklich den Stakeholdern des Unternehmens zu, wird schnell klar, wie eine ganz einfache und budgetfreie Erfolgsmessung aussieht. Hören Sie auf das, was Ihre Mitarbeiter, Ihre Kunden, Ihre Partner und Ihre Bewerber sagen. Ganz wichtig ist aber, dass Sie die Meinungen in einen Bezug zu den Persönlichkeiten setzen, von denen Sie stammen. Das negative Urteil eines bekannten Meckerers (meistens ein Neider) ist natürlich positiv – immerhin hat er was gemerkt! Bewerben sich plötzlich mehr junge Ingenieure (natürlich w/m) auf eine angebotene Stelle? Bekommen Sie von einem (großen) Kunden ein anerkennendes Lob; »Sie haben da was gemacht, das sieht richtig ordentlich aus«. Kommt ein Vierteljahr nach dem Relaunch des neuen CD das erste ernstzunehmende Übernahmeangebot?

Wer diese Signale sensibel aufnimmt (vielleicht sogar einmal aufschreibt), wird ohne ein Budget ein gutes Gefühl für den »Erfolg« der Maßnahme entwickeln. Viele dieser Signale werden nicht kommen aber einzelne reichen Ihnen ja bereits aus, um Schlüsse zu ziehen, die alle Ihre Stakeholder betreffen.